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Schloss Pirkensee:
fast 300 Jahre alt

Das Schloss Pirkensee befindet sich in der bayerischen Ortschaft Maxhütte-Haidhof in der Oberpfalz und gilt mit seinen unverwechselbaren Zwiebeltürmen als Wahrzeichen des Ortes. Erbaut wurde es zwischen 1731 und 1734. Ein Vorgängerbau existierte ebenfalls, wurde aber während des Dreißigjährigen Krieges zerstört.

Die älteste bekannte Darstellung von Pirkensee stammt aber erst aus der Zeit um 1600. Sie zeigt ein Schloss mit zweigeschossigem Baukörper, Satteldach, schlankem Turm und einer Mauer mit Tordurchfahrt. Dieser Vorgängerbau brannte 1632 ab.

100 Jahre später (1731 bis 1734) entstand die heutige barocke Dreiflügelanlage mit den prägenden Zwiebeltürmen und Parkanlage. Im Ostflügel ist eine im Rokokostil gehaltene Schlosskapelle beheimatet, in der ein herrliches Deckenfresko von Kosmas Damian Asam zu finden ist.

Einst war das Adelsgeschlecht derer von Francken Besitzer des Schlosses, ab dem späten 18. Jahrhundert war es der Hauptwohnsitz der Familie von der Mühle-Eckart, die in einem Nebengebäude eine Schnapsbrennerei betrieb. Diese verlegte durch den Bau des neuen Schlosses im Jahr 1890 ihren Wohnsitz nach Leonberg und verpachtete das Anwesen.

Ein Brand zerstörte 1999
große Teile des Schlosses

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Schloss Pirkensee Flüchtlinge untergebracht, danach wurde es an einen privaten Investor verkauft.

Bis zum Jahr 1994 war es bewohnt, anschließend fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Am 7. Oktober 1999 zerstörte ein Brand große Teile des Gebäudes inklusive der Türme, die daraufhin abgerissen werden mussten. Die Außenfassade wurde zwar wieder vorbildlich restauriert und zeigt sich heute schöner denn je, aber innen passierte nur wenig.

Bis vor kurzem fand dort jährlich im November die Martini-Ausstellung statt; eine Verkaufsausstellung für Geschenke, Kunstobjekte und historische Gebrauchsobjekte. In diesem Zuge konnte man das Schloss auch von innen besichtigen. Leider konnten diese Veranstaltungen aufgrund des zu großen Zulaufes und der Einschränkungen aus Brandschutz und Fluchtwegen nicht mehr weitergeführt werden.

Am 3. März 2017 wurde das Schloss an einen neuen Investor verkauft.

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